Alu-Steg 600 – der tragfähige Laufsteg aus Aluminium
Es gibt Stellen auf einer Baustelle, an denen der Weg schlicht fehlt: ein offener Graben
vor der Haustür, ein Absatz zwischen zwei Geschossdecken, eine Baugrube zwischen Straße und
Rohbau. Der Alu-Steg 600 legt dort einen durchgehenden, 60 cm breiten Laufweg hin – eben,
trittsicher und fest genug, dass Sie ihn auch mit Eimer, Werkzeugkoffer oder einem Bund
Latten in der Hand begehen können.
Er besteht vollständig aus Aluminium. Das hat zwei Folgen, die im Alltag zählen: Er
rostet nicht, wenn er wochenlang im Freien liegt, und er lässt sich von zwei Personen
umsetzen, statt einen Kran zu brauchen. Die kürzeste Ausführung wiegt 20 kg.
Die Tragfähigkeit hängt an der Länge
Das ist der Punkt, an dem beim Alu-Steg die meisten Fehlkäufe passieren – deshalb hier
zuerst. Ein Steg trägt nicht überall gleich viel. Je weiter er frei spannt, desto weniger
Last darf pro Quadratmeter darauf stehen. Layher gibt für den Alu-Steg 600 deshalb zwei
Einstufungen an:
- ☑ Lastklasse 3 – 2,0 kN/m², zulässig bis 7,10 m Steglänge.
Das entspricht rund 200 kg je Quadratmeter und deckt Arbeiten mit Material auf dem Steg ab. - ☑ Lastklasse 2 – 1,5 kN/m², zulässig bis 10,00 m Steglänge.
Rund 150 kg je Quadratmeter – für Verkehrswege und Arbeiten mit leichtem Gerät.
Der Steg ist GS-geprüft nach DIN EN 12811-1:2004 und DIN 4420-1:2004. Sichtbar wird die
Längenabhängigkeit auch an der Bauhöhe des Profils: Die kurzen Ausführungen bis 4,75 m sind
nur 9 cm hoch, ab 5,20 m wächst das Profil auf 12 cm, ab 8,00 m auf 15 cm. Der Steg wird
also nicht einfach länger – er wird für die größere Spannweite auch stärker gebaut.
Welche Länge Sie brauchen
In unserem Shop erhalten Sie den Alu-Steg 600 in neun Längen von 3,18 m bis 10,00 m –
vom kompakten Übergang bis zur langen freien Spannweite über zehn Meter. Die vollständige Maßtabelle mit
Artikelnummern, Gewichten und Preisen aller Ausführungen finden Sie im Reiter
„Datenblatt“ direkt unter diesem Text, zusammen mit dem Original-Datenblatt
von Layher als PDF.
Messen Sie nicht die Lücke, sondern die Lücke plus Auflager. Ein Steg muss auf beiden
Seiten satt und vollflächig aufliegen – gemessen wird von Auflagerkante zu Auflagerkante,
nicht von Grabenrand zu Grabenrand. Wer knapp misst, kauft zu kurz.
Typische Einsätze
- ☑ Podest für Deckenarbeiten im Haus: Zwei
Arbeitsböcke,
ein 3,18-m-Steg quer darüber – in wenigen Minuten steht ein langes, durchgehendes Podest
für Maler- und Spachtelarbeiten an der Decke. Der Haupteinsatz im Innenausbau. - ☑ Grabenüberbrückung am Neubau: Zugang zum Rohbau, solange die
Leitungsgräben offen sind. - ☑ Zwischen Gerüst und Gebäude: Übergang über den Randabstand,
etwa bei vorstehenden Sockeln oder Balkonen. - ☑ Als Arbeitsbühne über einer Öffnung: Malerarbeiten über einem
Treppenauge oder einer Deckenaussparung, wenn kein Gerüst hineinpasst. - ☑ Im Garten- und Landschaftsbau: Fahrweg für die Schubkarre über
frisch verlegten Rasen oder ein Beet.
Das Auflager entscheidet über die Sicherheit
Ein Steg ist nur so sicher wie das, worauf er liegt. Drei Punkte, die in der Praxis
immer wieder schiefgehen:
Tragfähigkeit des Auflagers. Der Steg leitet die gesamte Last auf zwei
schmale Flächen ab. Eine frisch aufgeschüttete Grabenkante, eine lose Gehwegplatte oder ein
Stapel Paletten sind keine Auflager. Nötig ist ein fester, ebener und ausreichend großer
Untergrund – notfalls mit einer untergelegten Bohle verteilt.
Überstand. Der Steg muss an beiden Enden ausreichend weit aufliegen,
nicht nur mit der Profilkante aufsetzen. Ein Steg, der beim Betreten in der Mitte durchhängt
und dabei am Ende hochkommt, liegt zu knapp.
Sicherung gegen Verschieben. Auf Estrich, Blech, Folie oder nassem Holz
wandert ein Steg unter Belastung. Er ist deshalb gegen Abrutschen und Kippen zu sichern –
das ist kein Sonderfall, sondern der Normalfall auf einer Baustelle.
Seitenschutz: wann er dazugehört
Ein dreiteiliger Seitenschutz aus Geländerholm, Zwischenholm und Bordbrett ist am
Alu-Steg anzubringen, wenn die auszuführenden Arbeiten ihn nach den geltenden Bestimmungen
erfordern. Bei Absturzhöhen von mehr als 2,00 m ist er immer einzubauen.
Nachrüsten können Sie ihn jederzeit – der Steg ist dafür vorbereitet. Sie brauchen dazu
drei Bauteile: die Geländerbefestigung, die am Steg sitzt und die
Geländer aufnimmt, das Doppelgeländer mit Bordbrett als
eigentlichen Seitenschutz und die Geländersicherung, die beides
gegen Ausheben sichert. Wie viele Teile Ihre Steglänge braucht, steht bei der
Geländerbefestigung in einer Tabelle.
Vor dem ersten Einsatz: Ein Steg ist ein Arbeitsmittel und
unterliegt damit der Prüfpflicht. Wie oft geprüft werden muss, wer prüfen darf und was
dokumentiert gehört, haben wir im Ratgeber
Leitern sicher einsetzen zusammengefasst.
Häufige Fragen
Kann ich zwei Alu-Stege hintereinander legen?
Nur mit Zwischenauflager. Ein Steg braucht an jedem Ende eine tragfähige Auflagerfläche –
zwei Stege dürfen nicht frei aneinandergestoßen werden. Layher bietet für das seitliche
Verbinden nebeneinanderliegender Stege eine eigene Klammer an; sie ist nicht Teil unseres
Shop-Sortiments, wir nennen sie Ihnen aber gern.
Darf ich den Steg schräg als Rampe verlegen?
Der Alu-Steg 600 ist als waagerechter Laufweg und Arbeitsplatz geprüft. Eine schräge
Verlegung als Rampe ist kein bestimmungsgemäßer Einsatz – hierfür gibt es eigene
Bauteile.
Was ist der Unterschied zum Alu-Telesteg?
Der Alu-Telesteg 1351 ist mit 305 mm deutlich schmaler, bis
150 kg belastbar und stufenlos ausziehbar – gedacht als flexibler Übergang für eine Person.
Der Alu-Steg 600 ist mit 60 cm Breite und der Angabe in kN/m² ein tragfähiger Arbeitsplatz,
an dem sich Seitenschutz anbringen lässt. Wenn Sie auf dem Steg arbeiten und nicht nur
hinübergehen, ist der Alu-Steg 600 der richtige.
Muss ich den Steg gegen Verschieben sichern?
Ja. Der Steg muss auf beiden Seiten ausreichend überstehen und gegen Abrutschen und
Kippen gesichert sein. Das gilt besonders auf glatten Untergründen wie Estrich oder
Blech.
Unser Tipp: Wechseln die Einsatzorte ständig und ist die zu
überbrückende Distanz jedes Mal anders, sehen Sie sich den
Alu-Steg 600 faltbar an – er lässt sich für den Transport auf
gut die halbe Länge zusammenlegen. Alle Ausführungen finden Sie in der Kategorie
Alu-Steg.

