Alu-Telesteg 1351 – ein Steg für viele Maße
Wer regelmäßig Übergänge herstellt, kennt das Problem: Der Graben ist heute 1,80 m breit,
morgen 3,20 m. Für jede Distanz einen eigenen Steg vorzuhalten, ist weder bezahlbar noch
transportabel. Der Alu-Telesteg löst das anders – Sie ziehen ihn stufenlos auf das Maß aus,
das Sie gerade brauchen, und schieben ihn nach der Arbeit wieder zusammen.
Stufenlos heißt hier wörtlich: Es gibt keine Raster und keine Lochreihe, in die Sie sich
einfädeln müssen. Sie ziehen aus, bis es passt. Eine automatische Einrastfunktion sichert
das innere Auszugselement gegen unbeabsichtigtes Herausgleiten.
Vier Größen, jede mit eigener Spanne
Den Alu-Telesteg gibt es in vier Größen mit maximalen Längen von 2,90 m bis 4,40 m;
zusammengeschoben misst er zwischen 1,64 m und 2,49 m. Die vollständige Maßtabelle mit
Artikelnummern, Gewichten und Preisen steht im Reiter „Datenblatt“.
Wählen Sie nicht nach dem Maximum, sondern nach Ihrer häufigsten Distanz. Jede Ausführung
deckt eine Spanne ab – die 2,90-m-Größe reicht von 1,64 m bis 2,90 m und ist damit für die
meisten Übergänge im Hausbau die richtige. Wer auch einmal vier Meter überbrücken muss, ist
mit der 4,40-m-Ausführung sicherer aufgestellt; sie beginnt allerdings erst bei 2,49 m.
Wie er gebaut ist
Die Tragkonstruktion besteht aus eigens entwickelten Aluminium-Strangpressprofilen. Die
sind verwindungssteif – der Steg gibt beim Begehen also nicht seitlich nach, obwohl zwei
Profile ineinandergleiten. Kunststoff-Gleitelemente sorgen dafür, dass sich das Innenprofil
mit wenig Kraft bewegen lässt; ein Telesteg, den man mit dem Fuß aufstemmen muss, wäre im
Alltag unbrauchbar. An allen Profilenden sitzen Kunststoffkappen. Sie sind Gleitkörper und
Verletzungsschutz zugleich.
- ☑ Belastbar bis 150 kg
- ☑ Breite 305 mm, Bauhöhe 80 mm
- ☑ Stufenlos ausziehbar, automatische Einrastfunktion
- ☑ 13 bis 20 kg – von einer Person zu tragen
Wofür er gedacht ist – und wofür nicht
Der Telesteg ist ein Übergang für eine Person. Mit 305 mm Breite und
150 kg zulässiger Belastung ist er der schmale, schnelle Weg über eine Lücke: vom Gerüst
zum Balkon, über einen Leitungsgraben, von einer Bühne auf die nächste. Sein Gewicht macht
ihn zum Werkzeug, das man morgens mitnimmt und abends wieder einlädt.
Was er nicht ist: ein Arbeitsplatz. Wer auf dem Steg stehen und arbeiten will, Material
darauf ablegt oder einen Seitenschutz braucht, ist beim
Alu-Steg 600 richtig. Der ist mit 60 cm doppelt so breit, wird in
kN/m² eingestuft statt in Kilogramm und nimmt einen dreiteiligen Seitenschutz auf. Der
Telesteg bietet diese Möglichkeit nicht.
Wichtig zur Absturzhöhe: Weil am Telesteg kein Seitenschutz
angebracht werden kann, ist er dort einzusetzen, wo die Absturzhöhe das zulässt. Bei
größeren Absturzhöhen brauchen Sie einen Steg mit Seitenschutz oder eine andere
Absturzsicherung. Was dabei gilt, erklärt unser Ratgeber
Leitern sicher einsetzen.
Überdeckung, Auflager, Pflege
Ziehen Sie nur so weit aus, wie es die Distanz verlangt. Je weiter das
Innenprofil heraussteht, desto geringer ist die Überdeckung der beiden Profile – und damit
die Steifigkeit. Wer eine 2-m-Lücke mit der 4,40-m-Ausführung überbrückt, sollte den Steg
nicht trotzdem auf volle Länge ziehen, weil es bequemer aussieht. Kurz gehalten ist er
steifer.
Beide Enden brauchen ein festes Auflager. Nicht nur aufsetzen, sondern
mit ausreichendem Überstand vollflächig aufliegen – und das gilt für das Innenprofil
genauso wie für das Außenprofil. Der Steg ist gegen Verrutschen zu sichern; auf glatten
Untergründen wandert er unter jedem Schritt ein Stück.
Die Gleitelemente sind das Verschleißteil. Sand, Zementstaub und
Mörtelreste setzen sich zwischen den Profilen fest. Ein gelegentliches Auswischen der
Innenprofile hält den Steg über Jahre leichtgängig – ein festgefressener Telesteg ist
faktisch ein starrer Steg mit unpassender Länge. Kontrollieren Sie dabei auch die
Kunststoffkappen an den Profilenden; fehlt eine, arbeitet die scharfe Aluminiumkante
direkt auf dem Auflager.
Typische Einsätze
- ☑ Gerüst zum Gebäude: Übergang über den Wandabstand, wenn Erker,
Sockel oder Vordach im Weg sind. - ☑ Dachdecker und Zimmerer: kurzer Weg zwischen zwei Arbeitsebenen,
schnell umgesetzt. - ☑ Garten- und Landschaftsbau: Übergang über frisch verlegte
Flächen, Beete oder eine offene Drainage. - ☑ Servicetechnik: Ein Bauteil im Fahrzeug deckt viele
Einsatzsituationen ab – das spart die zweite Fahrt.
Häufige Fragen
Bleibt der Steg in jeder Auszugslänge stehen?
Ja, er ist stufenlos verstellbar; die Einrastfunktion sichert das Innenprofil gegen
Herausgleiten. Achten Sie darauf, dass die Überdeckung der Profile ausreicht – ziehen Sie
nie über den Anschlag hinaus.
Dürfen zwei Personen gleichzeitig darauf?
Nein. Die zulässige Belastung von 150 kg gilt für die gesamte Konstruktion – sie ist für
eine Person mit Werkzeug bemessen, nicht für zwei.
Wie viel Auflager braucht er?
Beide Enden müssen vollflächig und ausreichend weit aufliegen, und der Steg muss gegen
Verrutschen gesichert sein. Ein knapp aufliegender Telesteg ist die häufigste Fehlanwendung
überhaupt.
Welche Größe nehme ich, wenn ich unsicher bin?
Messen Sie Ihre häufigste Distanz und rechnen Sie das Auflager auf beiden Seiten dazu.
Liegt das Ergebnis in der Mitte der Spanne einer Ausführung, ist das die richtige Wahl –
dort arbeitet der Steg mit guter Profilüberdeckung, ohne dass Sie die kleinen Distanzen
verlieren.
Verträgt er Dauereinsatz im Freien?
Aluminium ist korrosionsbeständig. Die Gleitelemente danken es Ihnen aber, wenn Sand und
Mörtelreste gelegentlich abgewischt werden – sonst wird das Ausziehen mit der Zeit
schwergängig.
Unser Tipp: Brauchen Sie den Übergang dauerhaft an derselben
Stelle, ist ein starrer Steg die günstigere Lösung. Alle Ausführungen im Vergleich:
Alu-Steg. Passend dazu unsere
Layher Rollgerüste.

