Alu-Steg 600 faltbar – langer Laufweg, halbes Transportmaß
Ein 9 m langer Steg ist auf der Baustelle ein Segen und auf dem Weg dorthin ein Problem.
Er passt in keinen Transporter, überragt jeden Anhänger und braucht im Lager eine ganze
Wand. Genau hier setzt der faltbare Alu-Steg 600 an: Eine Klappvorrichtung in der Mitte
legt ihn auf gut die halbe Länge zusammen – aus 9,16 m Arbeitslänge werden 4,60 m
Transportlänge.
Aufgeklappt ist er ein vollwertiger Laufsteg mit 60 cm breiter Lauffläche aus Aluminium,
zugelassen für 1,5 kN/m² – das sind rund 150 kg je Quadratmeter. Zusammengeklappt ist er ein
flaches Paket von 38 bis 44 cm Höhe, das sich hochkant an die Wand stellen lässt.
Die drei Ausführungen
Den faltbaren Alu-Steg gibt es in drei Größen von 5,16 m bis 9,16 m Arbeitslänge –
zusammengelegt 2,60 m bis 4,60 m. Alle Maße, Gewichte und Preise stehen in der Tabelle im
Reiter „Datenblatt“, dort liegt auch das Original-Layher-Datenblatt als PDF.
Die mittlere Ausführung mit 3,70 m Transportlänge ist die praxistauglichste Größe für
einen normalen Kastenwagen. Die kleine passt mit 2,60 m auf nahezu jeden Anhänger.
Zwei Zahlen, die Sie vor dem Kauf ansehen sollten
Das Gewicht. 47 kg gehen zu zweit, 86 kg sind eine ernsthafte Last.
Planen Sie den 9-m-Steg nicht als Ein-Mann-Gerät ein und überlegen Sie vorher, wie er vom
Fahrzeug an den Einsatzort kommt – über eine Kellertreppe wird das mühsam.
Die Außenbreite. Die Lauffläche ist 60 cm breit, das Bauteil insgesamt
75 cm. Diese 75 cm sind das Maß, das durch Türen, Tore und zwischen Fahrzeugradkästen
hindurch muss.
Wofür sich die faltbare Ausführung lohnt
- ☑ Wechselnde Einsatzorte: Wer den Steg jede Woche woanders
braucht, transportiert ihn mit der Klappvorrichtung ohne Sonderfahrzeug. - ☑ Enge Zuwegung: Innenausbau, Treppenhäuser, Hinterhöfe – überall
dort, wo ein starres 9-m-Bauteil gar nicht erst um die Ecke kommt. - ☑ Knapper Lagerplatz: Zusammengelegt steht er hochkant in der
Ecke statt quer durch die Halle. - ☑ Große Spannweiten: Aufgeklappt überbrückt er Distanzen, für die
im Shop sonst kein Steg zur Verfügung steht.
Starr oder faltbar – was passt besser?
Die Entscheidung hängt weniger am Preis als an Ihrem Arbeitsalltag. Bleibt der Steg
monatelang an einer Stelle liegen, etwa als fester Zugang über einem Graben, ist der
starre Alu-Steg 600 das einfachere und leichtere Bauteil – er
wiegt in der 4,75-m-Ausführung 29 kg. Bewegt sich der Steg dagegen ständig mit, spielt die
faltbare Ausführung ihren Vorteil bei jedem einzelnen Transport aus.
Ein Unterschied betrifft die Tragfähigkeit: Der faltbare Steg ist durchgehend für
1,5 kN/m² zugelassen, der starre in den kurzen Längen bis 7,10 m für 2,0 kN/m². Wenn Sie
schwere Lasten auf dem Steg abstellen wollen, prüfen Sie diesen Punkt zuerst.
Auf- und Zuklappen – wie es sauber läuft
Das Klappen ist kein Kraftakt, aber eine Sache für zwei Personen: Der Steg ist lang, und
beim Aufklappen bewegt sich ein mehrere Meter langer Hebel. Legen Sie ihn zum Öffnen flach
auf den Boden, nicht schon über die Lücke. Ein Steg, der halb aufgeklappt über einem Graben
hängt, ist in dem Moment weder Steg noch sicheres Bauteil.
Achten Sie darauf, dass im Gelenkbereich kein Bauschutt, Mörtel oder Kies liegt. Das
Gelenk muss vollständig durchschwenken können – ein Steinchen an der falschen Stelle
verhindert, dass die Verriegelung sauber einrastet. Nach dem Aufklappen prüfen Sie beide
Verriegelungen sichtbar nach, erst dann wird der Steg abgelegt und ausgerichtet.
Auflager und Pflege
Für das Auflager gilt dasselbe wie beim starren Steg: fester, ebener Untergrund an
beiden Enden, ausreichender Überstand, Sicherung gegen Verschieben. Der faltbare Steg
verlangt zusätzlich, dass das Mittelgelenk frei trägt – legen Sie also kein zusätzliches
Auflager unter die Klappstelle, um „auf Nummer sicher zu gehen“. Der Steg ist für die freie
Spannweite gebaut, ein mittiges Auflager verändert den Kraftverlauf.
Zur Pflege reicht wenig: Gelenk und Verriegelung sauber halten, den Steg trocken lagern
und beides bei der wiederkehrenden Prüfung des Arbeitsmittels mitbetrachten. Sichtbare
Verformungen an den Profilen oder Spiel im Gelenk sind Gründe, den Steg aus dem Verkehr zu
nehmen.
Seitenschutz auch hier möglich
Der faltbare Steg nimmt denselben dreiteiligen Seitenschutz auf wie die starre
Ausführung. Bei Absturzhöhen über 2,00 m ist er immer einzubauen. Für die 5,16-m-Ausführung
werden 4 Geländerbefestigungen, 2
Doppelgeländer mit Bordbrett in 2,00 m und 2
Geländersicherungen zusammengestellt; die 9,16-m-Ausführung
braucht 8 Befestigungen, 4 Doppelgeländer und 4 Sicherungen.
Häufige Fragen
Klappt der Steg beim Begehen zusammen?
Nein. Die Klappvorrichtung wird im aufgeklappten Zustand verriegelt. Prüfen Sie die
Verriegelung vor jedem Einsatz sichtbar nach – das gehört zur Sichtkontrolle wie bei jedem
Arbeitsmittel.
Kann ich ihn halb ausgeklappt nutzen?
Nein. Der Steg ist im vollständig aufgeklappten und verriegelten Zustand geprüft. Wenn
Sie eine variable Länge brauchen, ist der Alu-Telesteg 1351 das
passende Bauteil – er ist stufenlos ausziehbar.
Wie lagere ich ihn richtig?
Zusammengelegt, trocken und so, dass die Klappvorrichtung nicht unter Last steht.
Aluminium verträgt Feuchtigkeit gut, das Gelenk lebt aber länger, wenn es sauber
bleibt.
Bekomme ich das Bauteil per Spedition?
Ja. Auch zusammengelegt ist der Steg Sperrgut – die Konditionen finden Sie auf unserer
Seite zu den Versandkosten.
Unser Tipp: Alle Stege im Vergleich finden Sie in der Kategorie
Alu-Steg. Betriebe, die Mitglied der BG BAU sind, sollten vor dem
Kauf einen Blick auf die Arbeitsschutzprämie der BG BAU werfen –
dort steht, welche Layher Produkte bezuschusst werden.

